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RatgeberDiabetes & Füße

Diabetische Fußpflege: worauf Diabetiker achten müssen

21. Juni 20268 Min. Lesezeit
Diabetische Fußpflege: tägliche Kontrolle der Füße auf Druckstellen und Verletzungen

Bei Diabetes gehören die Füße zu den wichtigsten Körperstellen, die regelmäßige Aufmerksamkeit brauchen. Der Grund: Ein dauerhaft erhöhter Blutzucker kann die Nerven und die Durchblutung schädigen — kleine Verletzungen werden dann zu spät bemerkt und heilen schlechter. Mit der richtigen Pflege und regelmäßiger Kontrolle lassen sich ernste Komplikationen aber gut vermeiden. Dieser Ratgeber zeigt, worauf Diabetikerinnen und Diabetiker bei der Fußpflege achten sollten.

Diabetische Fußpflege auf einen Blick

  • Warum so wichtig: Diabetes kann Gefühl und Durchblutung in den Füßen verringern — Verletzungen werden übersehen
  • Täglich kontrollieren: Füße jeden Abend auf Druckstellen, Risse, Rötungen und Blasen absuchen
  • Niemals selbst schneiden: Hornhaut und Nägel nicht mit Schere oder Hobel bearbeiten — Verletzungsgefahr
  • Profi-Pflege auf Rezept: Podologische Behandlung kann der Arzt bei diabetischem Fußsyndrom verordnen
  • Sofort zum Arzt: bei Wunden, die nicht heilen, Verfärbungen oder Taubheitsgefühl

Warum sind die Füße bei Diabetes so gefährdet?

Ein über längere Zeit erhöhter Blutzucker kann zwei wichtige Systeme im Fuß schädigen. Zum einen die Nerven: Lässt das Gefühl nach, spürt man Druckstellen, kleine Schnitte oder einen Stein im Schuh nicht mehr. Zum anderen die Durchblutung: Wird das Gewebe schlechter versorgt, heilen selbst kleine Wunden langsamer und entzünden sich leichter.

Aus dieser Kombination kann das sogenannte diabetische Fußsyndrom entstehen — eine der häufigsten Folgeerkrankungen bei Diabetes. Die gute Nachricht: Mit aufmerksamer Pflege und regelmäßiger Kontrolle lässt es sich in den allermeisten Fällen verhindern.

Anzeichen, die Sie ernst nehmen sollten

Suchen Sie ärztlichen Rat, wenn Ihnen an Ihren Füßen eines dieser Anzeichen auffällt:

  • Taubheit oder Kribbeln: ein pelziges Gefühl, als trügen Sie eine Socke, obwohl der Fuß nackt ist.
  • Wunden, die nicht heilen: auch kleine Druckstellen oder Risse, die nach Tagen nicht besser werden.
  • Verfärbungen: rote, bläuliche oder dunkle Stellen, besonders an Zehen und Ferse.
  • Schwellungen oder Überwärmung: ein Fuß, der dicker oder wärmer ist als der andere.
  • Eingewachsene Nägel oder Hornhaut mit Druckschmerz: mögliche Eintrittsstellen für Entzündungen.

Die wichtigsten Pflege-Regeln Schritt für Schritt

1. Jeden Tag die Füße kontrollieren

Schauen Sie Ihre Füße jeden Abend gründlich an — auch die Fußsohlen und Zehenzwischenräume. Mit einem Handspiegel kommen Sie auch an schlecht einsehbare Stellen. Achten Sie auf Druckstellen, Risse, Blasen, Rötungen und Verfärbungen. Wer schlechter sieht, bittet eine Vertrauensperson um Hilfe.

2. Richtig waschen und eincremen

Waschen Sie die Füße täglich mit lauwarmem Wasser (nicht heißer als 37 °C — mit dem Ellenbogen oder einem Thermometer prüfen, da das Temperaturempfinden gestört sein kann) und höchstens drei bis fünf Minuten. Danach gründlich abtrocknen, besonders zwischen den Zehen. Cremen Sie die Haut mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme ein — aber nicht zwischen den Zehen, dort begünstigt Feuchtigkeit Fußpilz.

3. Nägel und Hornhaut nicht selbst schneiden

Verzichten Sie auf Nagelschere, Knipser und Hornhauthobel — die Verletzungsgefahr ist zu hoch. Feilen Sie die Nägel stattdessen vorsichtig gerade mit einer Sandblattfeile. Hornhaut, eingewachsene Nägel und Druckstellen gehören in fachkundige Hände. Auch auf Hühneraugenpflaster mit Säure sollten Sie verzichten, da sie die Haut angreifen.

4. Auf passendes Schuhwerk achten

Tragen Sie bequeme, nicht drückende Schuhe und nahtlose Socken. Tasten Sie vor dem Anziehen mit der Hand ins Innere des Schuhs — kleine Steinchen oder Falten spürt der Fuß möglicherweise nicht. Laufen Sie nicht barfuß, auch nicht zu Hause.

Gut zu wissen: Bei einem diagnostizierten diabetischen Fußsyndrom kann Ihr Arzt eine podologische Behandlung auf Rezept verordnen. Die Kosten übernimmt dann die Krankenkasse.

Warum professionelle Fußpflege bei Diabetes sinnvoll ist

Eine staatlich anerkannte Podologin ist speziell dafür ausgebildet, die Füße von Diabetikern sicher zu versorgen: Nägel kürzen, Hornhaut schonend abtragen, Druckstellen erkennen und Veränderungen frühzeitig bemerken, bevor daraus ein Problem wird. Genau diese regelmäßige Kontrolle ist der wirksamste Schutz vor Komplikationen. In unserer Praxis bieten wir diabetische Fußpflege in Potsdam an — auf Wunsch im regelmäßigen Rhythmus und, bei entsprechender Verordnung, auf Kassenrezept.

Sichere Fußpflege bei Diabetes — in Potsdam

Wir versorgen Ihre Füße fachgerecht, erkennen Veränderungen früh und beugen Komplikationen vor. Auf Wunsch regelmäßig und auf Rezept.

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Sofort handeln: Bei einer offenen Wunde, einer Entzündung, einer plötzlichen Verfärbung oder Schwellung am Fuß warten Sie nicht ab, sondern suchen Sie umgehend ärztlichen Rat. Bei Diabetes kann aus einer kleinen Verletzung schnell ein ernstes Problem werden — frühes Handeln schützt.

Fazit

Gesunde Füße sind bei Diabetes keine Selbstverständlichkeit, aber gut machbar: täglich kontrollieren, richtig waschen und eincremen, nichts selbst wegschneiden und regelmäßig fachkundig versorgen lassen. So bemerken Sie Veränderungen früh und vermeiden Komplikationen. Gern übernehmen wir die regelmäßige Kontrolle und Pflege in unserer Podologie-Praxis in Potsdam und zeigen Ihnen, worauf Sie zu Hause achten sollten.

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Unsere Podologin ist staatlich anerkannt (gem. PodG) mit Spezialisierung auf Nagelpilz, eingewachsene Zehennägel und diabetische Fußversorgung. In den Ratgeber-Artikeln teilt sie Fachwissen verständlich und praxisnah.

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