Trockene, eingerissene Fersen sind nicht nur ein kosmetisches Problem: Tiefe Risse (Schrunden) können schmerzen, bluten und sich entzünden. Besonders im Sommer mit offenen Schuhen und im Winter mit trockener Heizungsluft treten sie häufig auf. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Pflege bekommt man rissige Fersen meist gut in den Griff. In diesem Ratgeber erfahren Sie die Ursachen, was bei einem tiefen Riss zu tun ist und wann Sie zur Fachperson sollten.
Rissige Fersen auf einen Blick
- Was es ist: tiefe Risse (Schrunden, Rhagaden) in stark verhornter, trockener Fersenhaut
- Hauptursachen: trockene Haut, dicke Hornhaut, offene Schuhe, langes Stehen, Übergewicht
- Soforthilfe: Fußbad, Hornhaut sanft reduzieren, reichhaltige Creme mit Urea, Fersen schützen
- Achtung: Tiefe, blutende oder entzündete Risse gehören fachgerecht versorgt
- Bei Diabetes: Risse immer ernst nehmen — sie sind Eintrittspforten für Entzündungen
Was sind Schrunden (rissige Fersen)?
Schrunden — fachlich Rhagaden — sind tiefe Risse in der Haut, die meistens an der Ferse auftreten. Sie entstehen, wenn die Haut dort dick, trocken und unelastisch wird: Bei jedem Schritt dehnt sich das Fettpolster der Ferse seitlich aus, und die spröde Hornhaut kann diese Dehnung nicht mitmachen — sie reißt ein. Anfangs sind es feine Risse, die unbehandelt immer tiefer werden, bis sie in die schmerzempfindlichen Hautschichten reichen und bluten können.
Rissige Fersen: die häufigsten Ursachen
Schrunden haben fast immer mehrere Auslöser, die zusammenkommen:
- Trockene Haut: Der Ferse fehlt es an Talgdrüsen und damit an natürlicher Rückfettung — sie trocknet schneller aus als andere Hautstellen.
- Dicke Hornhaut: Verstärkte Verhornung macht die Haut steif und rissanfällig.
- Offene Schuhe: Sandalen und Pantoletten geben der Ferse keinen seitlichen Halt — sie dehnt sich stärker aus.
- Langes Stehen und Übergewicht: erhöhen den Druck auf die Ferse.
- Trockene Luft: Heizungsluft im Winter entzieht der Haut zusätzlich Feuchtigkeit.
- Grunderkrankungen: Diabetes, Schilddrüsenstörungen oder Hauterkrankungen können trockene, rissige Haut begünstigen.
Tiefer Riss in der Ferse: Was tun?
Ist die Ferse bereits tief eingerissen, kommt es auf die richtige Reihenfolge an — Aufweichen, sanft Hornhaut reduzieren, intensiv pflegen:
- Fußbad: Ein lauwarmes Fußbad von etwa 10 Minuten weicht die harte Haut auf. Nicht zu lange und nicht zu heiß, das trocknet die Haut sonst zusätzlich aus.
- Hornhaut sanft reduzieren: Tragen Sie die aufgeweichte Hornhaut vorsichtig mit Bimsstein oder Feile ab — schichtweise, niemals mit Klinge oder Hobel in die Tiefe.
- Reichhaltig eincremen: Verwenden Sie eine Fußcreme mit Harnstoff (Urea, 10 %). Harnstoff bindet Feuchtigkeit in der Haut und macht sie wieder geschmeidig. Über Nacht mit Baumwollsocken wirken lassen.
- Ferse schützen: Bis der Riss abgeheilt ist, geschlossene Schuhe tragen und die Stelle bei Bedarf mit einem Pflaster abdecken.
Tipp: Bleiben Sie bei der Pflege dran — auch wenn die Risse verheilt sind. Cremen Sie die Fersen täglich ein und reduzieren Sie die Hornhaut regelmäßig. So beugen Sie dem Wiederaufreißen vor.
Tiefe oder schmerzhafte Schrunden?
In unserer Praxis in Potsdam tragen wir die Hornhaut fachgerecht ab, versorgen die Risse und zeigen Ihnen die richtige Pflege für zu Hause.
Jetzt Termin vereinbarenWann Sie zur Fachperson sollten
Hausmittel reichen nicht immer aus. Suchen Sie fachkundige Hilfe, wenn:
- die Risse tief sind, bluten oder stark schmerzen,
- die Stelle gerötet, geschwollen oder entzündet ist,
- sich trotz konsequenter Pflege nichts bessert,
- die Hornhaut immer wieder sehr dick wird,
- Sie Diabetes oder Durchblutungsstörungen haben.
In der podologischen Praxis wird die verhornte Haut fachgerecht und schmerzfrei abgetragen, der Riss versorgt und die Ursache mit angeschaut. Mehr dazu auf unserer Seite zur Schrundenbehandlung in Potsdam.
Bei Diabetes besonders wichtig: Eingerissene Fersen sind offene Eintrittspforten für Bakterien. Wer Diabetes oder Durchblutungsstörungen hat, sollte Schrunden nicht selbst behandeln, sondern frühzeitig fachkundig versorgen lassen. Worauf Sie sonst noch achten sollten, lesen Sie in unserem Ratgeber zur diabetischen Fußpflege.
Rissige Fersen vorbeugen
- Cremen Sie Ihre Füße täglich mit einer feuchtigkeitsspendenden Creme ein.
- Reduzieren Sie überschüssige Hornhaut regelmäßig, bevor sie zu dick wird.
- Tragen Sie möglichst oft geschlossene, gut sitzende Schuhe.
- Trinken Sie ausreichend und achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung.
- Gönnen Sie Ihren Füßen regelmäßig ein pflegendes Fußbad.
Fazit
Rissige Fersen entstehen aus trockener, verhornter Haut — und genau da setzt die Pflege an: aufweichen, Hornhaut sanft reduzieren, mit Harnstoff eincremen und die Ursachen abstellen. Tiefe, blutende oder entzündete Schrunden gehören aber in fachkundige Hände, besonders bei Diabetes. Gern versorgen wir Ihre Fersen in unserer Podologie-Praxis in Potsdam und zeigen Ihnen die passende Pflege für gesunde, geschmeidige Füße.
Quellen dieses Artikels:
Apotheken Umschau: Schrunden (Rhagaden) | AOK: Das hilft gegen rissige Fersen | Gesundheit.gv.at: Fußpflege




